Bahnhof See: Wer übernimmt die Verantwortung?

Starnberg - Es ist ein Starnberger Dauerthema: Was passiert mit den Dächern am denkmalgeschützten Bahnhof See?

     Es geht nicht nur um das Dach am Gebäude, das der Stadt gehört, sondern auch um den im Eigentum der Bahn stehenden westlichen Teil, der die Unterführung und den Bereich vor den öffentlichen Toiletten überspannt. Unter allen diesen Dächern findet eine große Zahl von Fahrrädern der Bahnnutzer Platz und Schutz vor Regen und Schnee.

Doch so kreativ die Stadträte im Bauausschuss auch Vorschläge machten, der vom Rathaus bestellte Gutachter Gregor Sunder-Plassmann sowie der ihn begleitende Statiker winkten ab. Die Tragfähigkeit der ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Gusseisen-Stützen sei bei der nach heutigen Vorschriften zu berücksichtigenden Schneelast nicht mehr gegeben. Außerdem enthalte das alte Dach Asbest. „Es ist so nicht sicher. Da geht es um die Frage, wer die Verantwortung übernimmt, wenn man es so stehen lässt.“

Sunder-Plassmann hatte auch eine weniger kostenintensive Möglichkeit untersucht, die wenigstens die wertvolle Terracotta-Fassade auf der Südseite des König-Ludwig-Saals schützt und verhindert, dass Wasser in die alten Türen und Fenster eindringt. Für 53 500 Euro könnte ein etwa 1,30 Meter tiefes Dach am Gebäude die Fassade schützen. Die Fahrräder fänden darunter aber keinen Platz. Man war sich einig, dass die östlich des Bahnhofs vorhandenen überdachten Radlständer ergänzt werden könnten. Nachdem ein vollständiger Dachabbau einstimmig abgelehnt worden war, gab es gegen drei Stimmen eine Mehrheit für die reduzierte Bedachung.

Quelle: merkur-online.de

 

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