Radl frei auf der Seepromenade Starnberg

Starnberg - Legalisieren oder ignorieren? 

 

Schon heute radeln viele Starnberger auf der für Radlfahrer gesperrten Seepromenade. Der Hauptausschuss hat nun beschlossen, einen Teil auch offiziell freizugeben.

 Polizei und Bürgermeister protestierten vergeblich Lange hat sich niemand an den Radfahrer gestört, die verbotswidrig auf der Promende fuhren. Seit der Kommunale Ordnungsdienst nach dem Rechten schaut, ist es damit vorbei. Anlass für die CSU, eine Freigabe des Teilstücks zwischen Undosa und der Museumsunterführung zu beantragen. Der Hauptausschuss folgte dem nach lebhafter Debatte mit Mehrheit und wählte eine Lösung, bei der Radfahrer auf dem Gehweg Gast sind und keine Rechte haben. Sie dürfen praktisch nur Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen zur Not absteigen. Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger sträubte sich wie die Verwaltung auch dagegen, weil er eine erhebliche Gefährdung für Fußgänger sieht und es für zumutbar hält, ein Fahrrad 200 Meter weit zu schieben.

 

Rückendeckung bekommt er von der Starnberger Polizei. Verkehrssachbearbeiter Johannes Bauer sieht die neue Regelung äußerst krtisch: "Das geht zu Lasten der Sicherheit der Fußgänger." Er teilt den Optimismus einiger Stadträte nicht, dass sich die Radfahrer an das weitere gültige Verbot auf dem Rest der Promenade halten werden und gegenseitige Rücksichtnahme dominiert - aus Erfahrung. Inspektionsvize Andreas Ruch ist ebensowenig glücklich damit.

In absehbarer Zeit wird unter dem Gehwegschild ein Zusatz "Radfahrer frei" angebracht. Dann dürfen Radler auch offiziell auf der Promenade fahren. Langsam.

Quelle: merkur-online.de ©

 

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